Roskilde Rockfestival in Dänemark

In Dänemark kennt jedes Kind Roskilde und die Geschichten aus dem „Tal der Könige“
Wirklich weltberühmt aber hat diese dänische Kleinstadt erst ein Rockfestival gemacht, eine Art dänisches Woodstock. Jedes Jahr, seit 1971 schon, pilgern an einem sommerlichen Wochenende Zigtausend Fans hierher. Sie zahlen umgerechnet etwa 230 Euro, um 150 Bands zu hören – und sie tun damit auch Gutes neben dem vielen Spaß und der Party. Denn der Erlös des Spektakels fließt in humanitäre und kulturelle Projekte.

Es geht jetzt geordneter als noch in den Neunzigern. Seit dem Jahr 2000, als bei damals weit über 100.000 Besuchern eine Panik ausbrach und neun Menschen zu Tode kamen, werden jährlich nur mehr 75.000 Tickets verkauft. Über zehntausend ehrenamtliche Helfer sind seither jedes Mal im Einsatz. Längst geht es nicht mehr nur um Rock, Hiphop oder Worldmusic, sondern um Kultur unterschiedlichster Art, auch um Kino, Sport und, das vor allem, um sehr viel Spaß.

Spaß in  Roskilde den ganzen Sommer über
Die Stadt rockt und jazzt auch außerhalb der Festivaltage, was die Instrumente hergeben. Zum Beispiel in Djalma Lunds Gaard, einem Hinterhof an der Algade, der Hauptstraße im Fußgängerbereich. Jeden Sonnabendmittag geht dort die Post ab, besonders wenn Arne Fuglsang mit seinen Jersey Jazzmen den Ton angibt und die Leute zum Wippen bringt, zum Pfeifen, zum Hotten. Die da alle so lustvoll mitmachen, sind größtenteils Grauköpfe wie er, der mit siebzig, „on the sunny side of the street…“,  noch fröhlich über die Dörfer tingelt.

Auskunft:
Turist-Information, Tel. +45 4631 6565,
www.visitRoskilde.com.

Anreise:
Mit Flugzeug oder Bahn via Kopenhagen. Mit dem Auto über die Vogelfluglinie, weiter über E 47/E 65 und über die Straße Nr. 6.